Joshua Epstein wurde in Tel-Aviv geboren, wo er auch seine erste musikalische Ausbildung erhielt. Danach studierte er in Brüssel bei Arthur Grumiaux und am "Chapelle Musicale Reine Elisabeth" bei André Gertler, der ihn entscheidend prägte. Sein außerordentliches Talent wurde bald durch zahglreiche internationale Preise bestätigt, etwa beim: "Reine Elisabeth"-Concours in Brüssel (2x), beim Sibelius-Wettbewerb in Helsinki, bei dem Paganini-Wettbewerb in Genua oder durch Auszeichnungen wie der Carl-Flesch-Medaille in London (1. Preis).
Neben der hervorragenden technischen Beherrschung der Violine, beeindruckt Joshua Epstein vor allem durch die Harmonie dieser, bei ihm nie vordergründigen Technik, in Verbindung mit großer Schönheit des Tons, einer intelligenten Interpretation, musikalischen Reife und Ernsthaftigkeit. Dank seiner Ausdrucks- kraft mit einer breiten Klangpalette, gehört er zu den interessantesten Künstlerpersönlichkeiten mit einer eigenwilligen und fesselnden Ausstrahlung.
Joshua Epstein gastiert als Solist regelmäßig mit Orchestern im In- und Ausland. Zahlreiche Konzert- mitschnitte und Rundfunkaufnahmen dokumentieren sein geigerisches Können.
Die umfangreiche Diskographie umfasst Solosonaten von Bach und Bartók, die "24 Capricci per violino solo" von Paganini, Kammermusikwerke von Richard Strauss, das "Poème mystique" und die "Baal-Shem- Suite" von Bloch sowie Streichquartette von Mendelssohn und Schubert. Letztere wurde mit dem "Deutschen Schallplattenpreis" und dem "Grand prix du disque" ausgezeichnet.