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Budapest Gypsy
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Joshua Epstein, Violine
Milan Sladek Pantomime
Le Nozze di Figaro
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Mozarts berühmte Oper als Grandguignole, inszeniert von einem Pantomimen? Frevelhafter Übergriff auf eine andere Theatergattung? Der Pantomime drückt durch Gestik, Mimik, Körperhaltung und Bewegung das innere Leben der dargestellten Person mit deren Reichtum an Gedanken und Gefühlen aus. Nichts anderes tut der Puppenspieler, wenn er eine Puppe zum Leben erweckt. Der Mime vollbringt es mit seinem Koerper, der Puppenführer überträgt seine schauspielerischen Fähigkeiten auf das scheinbar leblose Holz.

In dieser Inszenierung des Figaro werden die Puppen sichtbar geführt. Sladek hat sich einerseits durch das italienische Theater der COMMEDIA DELL’ARTE inspirieren lassen, dessen burlesk-groteske Lebendigkeit sehr gut zu Mozarts Oper passt.

Die andere Wurzel liefert das japanische BUNRAKU-Theater, eine der vielleicht vollkommensten Theaterformen der Bühnenhistorie, bei der Puppen komplizierte psychische Vorgaenge in großartiger Form vermitteln. Die Weltpremiere fand in Ostasien statt, bereits im Jahre 1991 im koreanischen Nationaltheater von Seoul. Die europäische Erstaufführung folgte wenig später, am 28. September des gleichen Jahres im Slowakischen Nationaltheater zu Bratislava.

Seitdem hat dieser FIGARO als eine Synthese aus Musik, Literatur, Tanz, Gesang, Puppenspiel, Maskerade und Pantomime auf vielen internationalen Bühnen Publikum und Kritik begeistert.

Spieldauer ca. 170 min. incl. Pause


 
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